Ungekürztes Originalinterview

Sehr geehrter Prof. Littara. Wir hatten uns im Rahmen Ihres Interviews im Mailänder Presseclub kennengelernt und vereinbart, dass ich im Nachgang zu Ihrer Buchvorstellung ein längeres Interview mit Ihnen führen darf. Für diese spontane Gelegenheit danke ich Ihnen von Herzen. Ich plane ein eigenes Buch zum Thema weibliche Sexualität im Wandel der Zeit.

Sie haben ihr über 30-jähriges Berufsleben der operativen Penisvergrößerung gewidmet, ist das korrekt?
Ja, zum Leidwesen meiner Frau und wahrscheinlich auch unseres Hundes (lacht).

Ich habe tatsächlich mein Leben hauptsächlich dieser Operation gewidmet, aber ich habe auch sehr große Freude daran. Patienten direkt zu helfen auf der einen Seite und auf der anderen Seite durch meine Tätigkeit in der Ausbildungsakademie ein Stück dazu beizutragen, dass die Zahl an extrem schlechten Ergebnissen etwas zurückgeht.

Meiner Recherche nach betreiben Sie die einzige Ausbildungsakademie für operative Penisvergrößerung in Europa. Warum gibt es diese Akademie überhaupt?
Weil diese Operation nicht zur ärztlichen Ausbildung und auch nicht zu ärztlichen Facharztausbildung eines Chirurgen, Urologen, plastischen Chirurgen oder sonst eines Arztes gehört. Das bedeutet, dass wenn ein Arzt mit dieser Operation beginnen möchte er das entweder im für den Patienten meist nachteiligen learning-by-doing macht oder Ausschau hält, ob es eine Ausbildungsinstitution gibt. Diese wollte ich zur Verbesserung der Qualität anbieten und habe deshalb die Akademie eröffnet.

Haben Sie denn in ihrer Zeit als Professor für uro-genitale konstruktive Chirurgie an der Universität Pisa diese Operation ihren Studenten nicht nähergebracht?
An einer staatlichen Universität ist man an den Lehrplan in gewisser Weise gebunden, auch wenn man eine Sonderstellung dort hatte. Gezielt auf eine einzelne Operation hin zu trainieren ist dort nicht möglich.

Wie wichtig ist die Erfahrung bei einer solchen Operation?
Gestatten Sie mir auf diese Frage eine etwas ausführlichere Antwort. Erfahrung ist tatsächlich die Basis in der Chirurgie, also bei allem was man mit den Händen macht. Insofern ist es natürlich wichtig, ob ein Chirurg etwas 10 Mal gemacht hat oder 1.000 Mal. Nur darf man Erfahrung nicht zum einzigen Entscheidungskriterium bei der Auswahl des Arztes machen. Diese Antwort gebe ich regelmäßig Journalisten, die mich fragen warum ich nur 7.000 durchgeführte Operation angebe oder in alten Interviews sogar weniger. In der Tat käme ich nach über 30 Jahren intensiver Arbeit auf viel höhere Zahlen, aber das ist irrelevant. Es gibt die Basisfeststellung, dass Erfahrung dafür sorgen kann, dass man gut ist. Aber dass jemand 1000 Operationen durchgeführt hat bedeutet eben nur, dass er 1000 Operationen durchgeführt hat. Im Idealfall ist er dadurch besser und sicherer geworden. kann aber auch jeder einzelne dieser Operation gleich schlecht durchgeführt haben. Wenn er dafür nicht geeignet ist.

Wissen Sie wie gut oder schlecht andere ärztliche Kollegen sind, die diese Operation auch anbieten?
Ja, von etlichen weiß ich über ihre Fähigkeiten. Und zwar aus den Korrekturoperationen oder ihrer Zeit in der Akademie. Patienten suchen mich verstärkt auf, wenn Operationen woanders schiefgelaufen sind und spätestens während einer Korrekturoperationen sehe ich ja, was der andere gemacht hat, also ob er für diese Operation geeignet ist oder nicht.

Sie haben also schon alles gesehen was es gibt oder kann man auch sie noch überraschen?
Ja. Und vieles davon möchte man gar nicht sehen.

Was hat diese Operation für ein Risiko abgesehen vom Risiko an den falschen Arzt zu geraten?
Die Operation hat Gott sei Dank bei sachgerechter Durchführung ein geringes chirurgisches Risiko. Was hauptsächlich daran liegt, dass das Organ selbst nicht verändert wird, sondern nur seine Position im Verhältnis zum Rest des Körpers.

Ich denke ich kann diese Operation ganz gut (grinst breit), insofern ist das Risiko wenn ich sie durchführe dann noch einmal geringer. Aber selbst wenn Ärzte Götter wären, hätte jeder chirurgische Eingriff immer noch ein Rest-Risiko, es sei denn, sie hätten in ihrer Eigenschaft als Götter die Möglichkeit die Natur insgesamt zu beeinflussen.
Das reale Risiko bei dieser Operation besteht leider darin, dass der Patient sich in den fünf Wochen nach der Operation absolut nicht so verhält wie er es sollte.

So schön es ist, dass ein Mann über ein größeren Penis nach der Operation hochgradig begeistert ist, so schlecht ist diese Begeisterung und der Eindruck nun „Alles“ zu können für sein Verhalten für die fünf Wochen der Heilungsphase.

Was genau meinen sie damit?
Dass er ihn zu früh einsetzen möchte und nicht realisiert, dass er im individuellen Fall unseren Anweisungen für postoperative Physiotherapie folgen muss. Bis hin zum extrem, dass dann wiederum belustigt: ich erhielt in meinem Arbeitsleben schon zwei Mal einen Anruf von einem Hotelmitarbeiter ob wir kommen und unseren Patienten einfangen könnten, der nackt über die Hotelflure läuft und mit vollem Stolz seinen nun größeren Penis präsentiert.

Sie nehmen mich jetzt auf den Arm?
Nein, ist vorgekommen. Aber eben nur zwei Mal, aber mit entsprechender Belustigung aller Beteiligten.

Kommen wir auf mein eigentliches Thema. Wir hatten uns sehr angenehm und in lockerer Atmosphäre unterhalten, weil es Sie faszinierte, dass ich eine der wenigen Frauen bin, die mit ihrer Faszination für das männliche Geschlechtsteil offen umgeht. Insbesondere hatte Sie der Satz erstaunt, dass ich kein Problem damit habe, zu sagen, dass ein Penis eine gewisse Größe haben muss, damit er in meiner Hand anregend aussieht oder bei mir einen Effekt hat. Wie es ihrer Erfahrung nach die Offenheit von Partnerinnen von Patienten zu diesem Thema?
Ehrlich gesagt hat sich leider in den letzten 20 Jahren nicht viel geändert. Es ist trotz aller Emanzipationsbemühungen immer noch ein Tabuthema. Stellen Sie sich die Reaktion eines Vaters, insbesondere eines italienischen, vor, wenn die Tochter zum Beispiel am Essenstisch davon schwärmt, wie toll sie das Geschlechtsteil ihres Partners findet oder sogar darüber erzählt, dass sie die Größe und was er damit alles anstellen kann liebt.  Nicht auszudenken diese Situation (lacht).

Ich weiß für mich, dass die Größe des Penis meines Partners eine entscheidende Rolle spielt. Aber was sagen Sie anderen Journalisten oder Journalistinnen, die Ihnen diese Frage stellen ob die Größe wichtig und wenn ja warum?
Die Frage erstaunt mich immer wieder, denn die allermeisten hatten in der Schule das Fach Biologie und hier die Verhaltenslehre. Jeder von uns sollte noch den Begriff Schlüsselreiz kennen, und der Penis und sein Aussehen ist nun mal ein zentraler Schlüsselreiz für die Sexualität. Und aus der Verhaltenslehre wissen wir, dass Tiere auf einen Schlüsselreiz je stärker reagieren je größer er ist. Das ist natürlich bei einem Penis genauso.

Aber er ist nicht nur ein optischer Schlüsselreiz, sondern vor allen Dingen ein mechanisches Instrument. Und auch hier wiederum stellt sich die Frage, wie man auf die Idee kommen kann überhaupt in Zweifel zu ziehen, dass die Größe eines mechanischen Instrumentes einen Einfluss auf seine Funktion und Wirkung haben kann.

Insofern lautet die Frage ganz klar: Ja. Und eine hochtrabend medizinische Erklärung dafür ist völlig unnötig, denn bereits unser Schulwissen aus Biologie und Physik gibt uns die Antwort auf diese Frage.

Ich habe manchmal den Eindruck, dass die Journalisten von mir erwarten, dass ich die Frage mit Nein beantworte, offenbar in der Hoffnung, dass ich damit dazu beitrage, den alten patriarchalen Strukturen zu helfen weiter zu bestehen.

Wie oft werden sie zu diesem Thema interviewt, schließlich gelten sie für viele Journalisten als der Grandsenior der operativen Penisvergrößerung?
Gestatten Sie mir auch hier wieder eine etwas ausführlichere Antwort. Interviews sind was für junge Ärzte. Da freut man sich andauernd zu irgendetwas befragt zu werden was man dann als Qualitätsnachweis auf der Homepage veröffentlichen kann, egal wie unbedeutend oder wie schlecht das Interview auch gewesen ist.

Später werden Interviews faktisch lästig, denn man muss sich dafür Zeit nehmen die an anderer Stelle fehlt.
Ich muss nach 30 Jahren nicht mehr andauernd Journalisten berichten wie gut ich bei dieser Operation bin, wie viel Erfahrung und Forschung ich erlangt habe, auf welchen Kongressen ich gesprochen habe.

Ich darf mich also glücklich schätzen, weil sie sonst Interview Anfragen ablehnen?
Zum einen macht mir dieses Interview wirklich Spaß und ich möchte Sie darin unterstützen, Ihr Buch fertig zu stellen.

Zum anderen gebe ich natürlich hin und wieder Interviews. Zum Beispiel wenn das Thema besonders spannend ist oder die Frage ungewöhnlich.
Und ich versuche mit meinen Antworten die Gesellschaft mehr in die Moderne zu überführen. Es ist manchmal sehr erstaunlich, dass männliche Journalisten Fragen stellen die sich weibliche Journalisten niemals trauen würden zu stellen oder sogar von ihren männlichen Kollegen dafür kritisiert werden.

Ja, das erlebe ich auch selbst in meinem Freundeskreis. Wenn ich auf die Größe und die Wichtigkeit der Größe für meine Sexualität zu sprechen komme, werde ich oftmals abfällig angeschaut so als hätte ich das Tabu gebrochen, es gewagt zu haben einen Penis als möglicherweise fehlerhaft darzustellen.
Da haben Sie genau die richtige Empfindung. Und hätten die beiden Hersteller für erektionsfördernde Medikamente nicht so einen Milliardenaufwand für ihre Werbungen betrieben, die sich ja gerade um eine Fehlerhaftigkeit des männlichen Geschlechtsorgans drehte, wäre die Einstellung zu diesem Thema noch konservativer, noch patriarchaler.

Ich erlebe sogar noch mehr, wenn ich diese Frage gestellt habe weiß ich genau, welcher der Männer in der Runde einen kleinen Penis hat. Nämlich der Mann oder die Männer die wenn ich diese Frage gestellt habe kurz einen bösen Blick zu ihrer Frau werfen, damit sie ja Nichts zu diesem Thema sagt. Aber ist es nicht schlimm ein so wichtiges Thema so tot zu schweigen?
Ob es schlimm ist oder nicht muss eine Gesellschaft jeweils für sich entscheiden, medizinisch ist es auf jeden Fall unsinnig, denn man kann ja etwas dagegen tun.

Aber ist es nicht auch für die Männer schlimm eventuell unter etwas zu leiden, was sie nicht äußern dürfen?
Das sind wir dann wieder bei meinem Hauptthema. Weswegen ich mich mit der Sache beschäftige. Das Leid der Männer. Nehmen wir das Thema vorzeitigem Samenerguss. Dies hat eine Reihe von Gründen aber ein sehr großer Grund ist, dass der Mann ein so erhebliches Problem in seiner Penisgröße hat, dass es ihm psychologisch so belastet, dass die Erektion sehr lange dauert bis sie sich aufgebaut hat. Und dann ist er schon so weit, dass das Ende schnell kommt. Was für beide keine schöne Situation ist und beide trauen sich nicht darüber zu sprechen.

Wie sehen Sie die Zukunft dieses Themas, wird die Gesellschaft offener, weil wir Frauen mehr Macht bekommen und dadurch uns mehr trauen unsere Wünsche zu äußern?
Nicht in naher Zukunft. Die Vergangenheit mit betrachten würde ich sagen, dass das vielleicht 15-20 Jahren der Fall sein kann.

Aber noch ist das Patriarchat so übermächtig, dass – Sie erleben es doch in ihren eigenen Freundeskreis – die Frauen sozusagen einer Gehirnwäsche unterzogen sind, mindestens einer immensen tief sitzenden Einschüchterung im Unbewussten, weil sie selbst die Vorgaben des Patriarchats wiederholen, so unsinnig sie auch sein mögen.

Erst müsste es also zu einer Veränderung des Patriarchats kommen, und dann noch zum Realismus der Masse der Frauen.

Das sehe ich nicht, ich sehe es vor allen Dingen angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung nicht, denn die alten Geschlechterrollen scheinen wieder zunehmend auf dem Vormarsch zu sein, auch im liberaler erscheinenden Nordeuropa.

Dann sind wir beide also Exoten?
Sozusagen (lacht)

Herr Prof. Littara, ich danke Ihnen für das sehr angenehme Gespräch.

(Korrektheit der Übersetzung aus dem italienischen überprüft durch den UGRS Arzt Jörg Hagen)

(Anmerkungen der Reaktion: Die Journalistin erhielt erhebliche Drohungen und auch Morddrohungen in Bezug auf das von ihr geplante Buch. Ob sie das Projekt fortsetzen wird ist derzeit fraglich. Wir drucken dieses Interview ungekürzt ab, um sie mit Nachdruck zu unterstützen. Aber wir vermeiden die Nennung ihres Namens, um sie nicht noch mehr Angriffen auszusetzen. Sie hat der Veröffentlichung dieses Interviews durch uns im Beisein von zwei Zeugen zugestimmt.)

UGRS

Beratung & Terminvereinbarung:
Montag – Freitag
09.30 – 19.00 Uhr

In regelmäßigen Abständen lassen wir zur internen Qualitätssicherung unserer Patienten (anonym !) nach deren Zufriedenheit mit der Penisvergrößerungsoperation befragen. Früher durch externe Dienstleister, mittlerweile führen wir diese Befragungen selbst durch, so können viel besser etwaige Probleme angegangen werden.

Die letzte Befragung (Auswertung 11/ 2024) die wir anhand von selbst entworfenen Fragebögen – die für uns viel sinnvoller im Erkenntnisgewinn sind als Fragebögen, die Fremd-Firmen formulieren, die nur oberflächlich von Penisvergrößerung Bescheid wissen -, durchgeführt ca drei Monaten nach der erfolgten Operation, hat folgendes in Bezug auf die 4 Hauptfaktoren ergeben:

Zufriedenheit mit der Betreuung vor Ort vor der Operation: 4,9

Sachkompetenz der Ärzte und des Personals: 5

Zufriedenheit mit dem Ergebnis: 4,8

Zufriedenheit mit der Betreuung nach der Operation: 5

(Wahlmöglichkeit Qualitätsstufen 1-5; 50 Patienten haben randomisiert teilgenommen und ihre Fragebögen anonym eingesendet)

 

Ergebnis: 4,93 von 5,0

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